Die Bahn feiert – Lichtenrade trauert

Am 5. Februar 2019 hat die Bahn am Bahnübergang „Wolziger Zeile“ den offiziellen Baubeginn gefeiert. Dabei wurde symbolisch das letzte Element der Schallschutzwand an der Wolziger Zeile eingesetzt.
Während Ronald Pofalla und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann ihre Feierrede hielten und das Buffet genossen, haben wir Lichtenrader in der Kälte mit Pfeifkonzerten auf uns aufmerksam gemacht. Die Beteiligung an unserer Protestaktion war überraschend groß und konnte von den prominenten Gästen nicht übersehen und überhört werden.

Wir bleiben dabei:

  • Die aktuelle Bauweise zerstört unser schönes Lichtenrade
  • Lärm und Erschütterung werden die Lichtenrader in den nächsten Jahren stark belästigen
  • Unsere Einkaufsstraße wird schon alleine durch die mehrjährige Sperrung der Bahnhofstrasse extrem leiden

Auch wenn wir den aktuellen Bau nicht aufhalten können, bleiben wir weiter aktiv. Das Bundesverfassungsgericht wird sich hoffentlich bald zu unserem Anliegen äußern.

Demo Wolzigerzeile

5. Februar offizieller Baubegin der Dresdner-Bahn

am kommenden Dienstag, dem 5. Februar um 14 Uhr, will die Deutsche Bahn bei einer Feierstunde am Bahnübergang Wolziger Zeile offiziell den Baubeginn zelebrieren.

Wir können dieses traurige Ereignis  nicht verhindern, sind aber der Meinung, wir sollten wenigstens Präsenz zeigen und der Bahn und der Öffentlichkeit demonstrieren, welch schwarzen Tag dies für unseren Ortsteil bedeutet. Hierzu benötigen wir Ihre Unterstützung.

Soweit Sie also Zeit haben, kommen Sie doch bitte am

5. Februar gegen 13 Uhr 45 zum Bahnübergang Wolziger Zeile,

damit wir zeigen können wir sind nicht nur Einzelne, sondern Viele in Lichtenrade.

Leserbrief zum Tagesspiegelartikel vom 16.11.2018

Unser Vorstand Klaus Roesler hat einen Leserbrief zum Tagesspiegelartikel vom 16.11.2018 geschrieben:

„Ihr etwas sehr einseitig aus der Sicht der Deutschen Bahn geschriebener Artikel über den Ausbau der Dresdner Bahn fordert zum Widerspruch heraus. Man könnte seitenlang jede einzelne Aussage richtig stellen, was aber den Umfang eines Leserbriefs sprengen würde. Die Anwohnerproteste als Meckerei zu bezeichnen  ist ebenso unverschämt, wie der Hinweis „ein seelsorgerisch begabter Mitarbeiter solle die Anwohner beruhigen“. Sind wir hier Kinder? Derartige Frechheiten waren wir bisher von der Deutschen Bahn zwar gewohnt, sie aber in Verbindung mit dem jetzigen Projektleiter und gedruckt im Tagesspiegel zu finden, überrascht zumindest.

Zur Klarstellung: Die Anwohner wehren sich gegen  den Lärm. Dass es leiser werde wegen der Schallschutzwände, ist schon nach den Planungsunterlagen frommes Wunschdenken. Ebenso wehren sie sich gegen die Erschütterungen, von denen ja niemand bei der Bahn sprechen möchte und natürlich auch gegen die Teilung ihres Ortsteils durch 5m hohe Schallschutzwände (eigentlich müssten sie wohl 8m sein). Sie wehren sich gegen die Untertunnelung der Bahnhofstraße mit einem Gefälle von fast 9%, die bei Starkregen und Glatteis unpassierbar sein wird und bei der man gerade Radfahrern beim Zusammentreffen mit anfahrenden Bussen viel Spaß  beim Bergfahren wünscht.

Wir Lichtenrader neigen nicht zu ungesetzlichen Aktionen. Wir ketten uns (leider?) nicht an Schienen an und müssen auch das  aus unserer Sicht falsche Urteil aus Leipzig akzeptieren. Aber die Wut auf die Bahn lebt fort und sie wird durch Formulierungen, wie oben beschrieben, in Ihrem Artikel  geschürt und aufrecht erhalten.

Klaus Roesler
Vorsitzender der BI Dresdner Bahn“

Tagespiegel vom 17.11.2018: 700 Millionen Euro für ICE-Strecke: Berlins längste Baustelle

20 Jahre dauerte die Planung, nun wird gebaut: Die Dresdner Bahn verändert Lichtenrade bereits jetzt. Ein Baustellenbesuch am S-Bahngleis.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-lichtenrade-700-millionen-euro-fuer-ice-strecke-berlins-laengste-baustelle/23640736.html